Die 30-Sekunden-Einordnung

Bei „ERR_TOO_MANY_REDIRECTS“ schicken sich Browser und Website zwischen mindestens zwei Adressen im Kreis. Prüfen Sie zuerst im privaten Fenster und auf einem zweiten Gerät. Betrifft es nur Ihren Login, sind Cookies und Cache wahrscheinlicher. Betrifft es alle Besucher, prüfen Sie WordPress-URLs, HTTPS, Proxy und Redirect-Regeln.

Vor jedem Eingriff

Notieren Sie die beteiligten Adressen inklusive http, https und www. Sichern Sie wp-config.php, .htaccess und Datenbank. Stellen Sie sicher, dass Sie Änderungen auch ohne WordPress-Backend rückgängig machen können.

Schwierigkeit: Einfach

Browser- und Website-Cache ausschließen

Löschen Sie die Cookies nur für die Website und leeren Sie vorhandene Cache-Schichten kontrolliert. Nach Umzug, HTTPS-Umstellung oder Domainwechsel können alte Weiterleitungen im Browser oder CDN fortbestehen.

Testen Sie danach eine einzelne URL und dokumentieren Sie, ob sich die Zieladresse verändert.

Schwierigkeit: Mittel

WordPress- und Website-Adresse vergleichen

Unter Einstellungen > Allgemein gibt es „WordPress-Adresse (URL)“ und „Website-Adresse (URL)“. Unterschiedliche Werte können beabsichtigt sein, müssen aber zur Installation passen. Achten Sie besonders auf HTTP gegenüber HTTPS und auf www.

Sind WP_HOME oder WP_SITEURL in wp-config.php definiert, können die Felder im Backend nicht geändert werden. Korrigieren Sie nie beide Werte auf Verdacht.

Schwierigkeit: Schwer

HTTPS-, Proxy- und Serverregeln prüfen

Eine Schleife entsteht oft, wenn CDN oder Reverse Proxy HTTPS meldet, der Ursprungserver aber immer wieder auf HTTPS umleitet oder das Protokoll falsch erkennt. Auch .htaccess, Nginx-Regeln und Redirect-Plugins können dieselbe Route mehrfach erzwingen. Verfolgen Sie die Redirect-Kette und ändern Sie nur eine Ebene gleichzeitig.

curl -IL --max-redirs 10 https://example.at

Der Befehl zeigt die beteiligten Weiterleitungen, ohne Dateien oder Einstellungen zu verändern. Ersetzen Sie example.at durch Ihre eigene Domain.

Wann persönliche Hilfe sinnvoll ist

Wenn mehrere Ebenen beteiligt sind, etwa WordPress, Cache-Plugin, CDN und Hosting, ist die sichtbare Schleife nur das Symptom. Dann sollte die Redirect-Kette technisch gelesen und die eine widersprüchliche Regel korrigiert werden.

Häufige Fragen

Was verursacht zu viele Weiterleitungen in WordPress?

Oft widersprechen sich HTTP-/HTTPS-Regeln, WordPress- und Website-Adresse, Cache, Proxy-Konfiguration oder ein Redirect- beziehungsweise Sicherheitsplugin.

Hilft es, Browser-Cookies zu löschen?

Bei Login-Schleifen kann das helfen, besonders nach einem Umzug oder einer Adressänderung. Eine websiteweite Schleife für alle Besucher liegt aber meist server- oder WordPress-seitig.

Kann ich WP_HOME und WP_SITEURL in wp-config.php setzen?

Ja, damit lassen sich die Werte fest vorgeben. Ein falscher Wert kann die Website jedoch weiter aussperren. Ändern Sie ihn nur mit Dateizugriff und bekanntem Rückweg.

Quellen

Die technischen Aussagen wurden gegen die verlinkte WordPress-Core-Dokumentation geprüft.